Hinweise für Schornsteinfeger




Beim Neubau, bei der Errichtung oder Änderung einer Feuerungsanlage ist vor Betrieb der Anlage vom Schornsteinfeger die Brandsicherheit und die sichere Abführung der Abgase zu kontrollieren und zu bestätigen. Die Tätigkeiten des Schornsteinfegers bei der Abnahme an gasbefeuerten Infrarotheizungen werden ausführlich im ZIV Arbeitsblatt Nr. 904, Ausgabe Juni 1999, beschrieben. Um die Arbeit des Planungsbüros und auch des Schornsteinfegers zu erleichtern, werden im Folgenden die wichtigsten Punkte des Arbeitsblattes 904 an verschiedenen Heizungssystemen von Kübler erläutert.

Kontrolle der Abgaswege

An der Dachdurchführung befindet sich bei Kübler Abgasanlagen grundsätzlich eine abnehmbare Kondensatschale, die gegebenenfalls an einen Kondensatablauf angeschlossen werden kann. Weiter sind Kontrollöffnungen in der Anlage oder in der Abgasleitung vorgesehen, um die Abgaswege zu kontrollieren und in Augenschein zu nehmen. In der Praxis bedeutet dies, dass in jedem Bogen, der in den Abgasweg eingebaut wird, eine Kontrollöffnung zu finden ist. Der erste Kontrollpunkt befindet sich immer an der Kondensatschale. Befinden sich hier keine Ablagerungen oder Rückstände, ist sichergestellt, dass auch an anderer Stelle, also im Innern des Strahlungsrohrs oder den Abgaswegen, keine Rückstände zu finden sind.

Durch die Sicherheitseinrichtungen in jedem Brenner wird eine Fehlfunktion, die durch Rückstände im Strahlungs- oder im Abgasrohr verursacht wird, ausgeschlossen. Ablagerungen innerhalb der Rohre hätten eine Querschnittsveränderung zur Folge, was zu einer Reduzierung des Unterdrucks im Strahlungsheizsystem führen würde. Der exakte Unterdruck im System ist jedoch wichtig, um ein vernünftiges Verbrennungs-Gas/Luft-Gemisch sicherzustellen. Sollten sich nun tatsächlich die Druckverhältnisse in der Brennkammer ändern, würde der Differenzdruckschalter im Brenner das entsprechende Gerät abschalten.

Messung des Abgasverlustes

Nach den jeweiligen Länderverordnungen kommt zu der Abgaswegeüberprüfung eine CO- und eine Abgasverlustmessung hinzu.

Die Messung sollte vom Dach aus erfolgen. Ist ein geplanter Messort in der Halle zugänglich, kann die Messung auch dort durchgeführt werden.

Die Messung des Abgasverlustes von Geräten mit Einzelabgasführung erfolgt in der Einleitung in das senkrechte Stück der Dachdurchführung bzw. unmittelbar vor oder nach der Dach- bzw. Wanddurchführung, sofern in der Bedienungsanleitung kein anderer Messpunkt vorgeschrieben ist. Jedes Gerät wird einzeln gemessen. Die Messung wird im Kern des Abgasstromes durchgeführt.

Bei der Bestimmung des feuerungstechnischen Wirkungsgrades ist auf jeden Fall zu beachten, dass die Ansauglufttemperatur mitberücksichtigt wird. Es reicht nicht aus, 18 °C für die Berechnung des feuerungstechni schen Wirkungsgrades zur Ermittlung des Delta-T hinzuzuziehen. In der Regel sind die Geräte so konzipiert, dass die Ansaugluft durch abströmende konvektive Anteile erwärmt wird.

Um Messfehler auszuschließen, wird die Temperatur der Verbrennungsluft am Luftansaugstutzen bestimmt.

Die Messung des Abgasverlustes von Geräten, die an eine Doppelabgasanlage angeschlossen sind, erfolgt kurz vor der Zusammenführung der Abgase beider Geräte.
Die Geräte werden einzeln gemessen.

Geräte, die an eine gemeinsame, geschlossene Sammelabgasanlage angeschlossen sind, sich in einem Raum befinden und entweder eine Gesamtnennwärmeleistung von 750 kW oder eine Geräteanzahl von 20 nicht überschreiten, werden wie eine Feuerstätte behandelt. Bei größeren An lagen wird eine Geräteaufteilung angegeben. Die Messung des Abgas verlustes erfolgt in der Einleitung in das senkrechte Stück der Dachdurchführung bzw. unmittelbar vor oder nach der Dach- bzw. Wand durchführung, sofern in der Bedienungsanleitung kein anderer Messpunkt vorgeschrieben ist. Während der Messung müssen alle Geräte in Betrieb sein.

Messung des CO-Gehaltes

Die Messung des CO-Gehaltes eines Gerätes oder einer Anlage findet am gleichen Punkt wie die Messung des Abgasverlustes statt.

Aufgrund der relativ niedrigen Flammtemperaturen und der exakten Einstellung des Luft/Gas-Gemisches (ventilatorunterstützt), sind die CO-Werte der Kübler Geräte deutlich unter den gesetzlichen Forderungen.

Strömungsgeschwindigkeiten in Abgasrohren nach DIN 4705

Die Heizungssysteme von Kübler werden grundsätzlich so ausgelegt, dass nach den vorlie genden Vorschriften und der DIN 4705 die Abgasgeschwindigkeit von 10 m/s nicht überschritten wird.

Allgemeines

Prinzipiell werden Fehlfunktionen an der Anlage von unserem Werkskundendienst oder einem geschulten Fachpartner behoben. Die technische Unterstützung und Koordination der Serviceteams für die östlichen Bundesländer erfolgt über unser Haus in Dresden, in den westlichen Bundesländern erfolgt sie über unseren Hauptsitz in Ludwigshafen.